Sonntag, 9. November 2008

Krone hat die Leser, die sie anspricht - eh klar; Aber für die, dies noch nicht wissen (oder nicht wissen wollen) hier nochmal, wer das eigentlich ist

Die Schreiberlinge der Kronen Zeitung können ihren Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit in der Regel relativ gut verschleiern, sodass die Botschaft zwar beim Leser ankommt, aber im Text nicht direkt ausgesprochen wird. Die Krone-Leser freilich tun sich bei diesem kleinen Kunststück schon deutlich schwerer. Daher findet man bei einem kleinen Artikel, dem der Kronen Zeitung der Gedenktag 2008 der Novemberpogrome vom 9. November 1938 Wert war, auch folgende Kommentare - denen man übrigens auch "zustimmen" kann (ablehnen geht nicht ... das kennen wir doch auch schon von 1938...), wovon andere Leser auch regen Gebrauch machen. (klicken zum Vergrößern)



Nachsatz: Die Kommentare wurden wenig später gelöscht; Zwischen 15.38 und 17.04 ist nun kein Kommentar mehr vorhanden; fragt sich, wieviel die Online-Redaktion da ständig löschen muss, um nicht von der geistigen Beschränktheit eines (sicher nicht kleinen) Teils der eigenen Lesern beschämt zu werden

Mittwoch, 5. November 2008

US-Wahlergebnisdarstellung auf ORF online

Mal abgesehen von den - aufgrund der hektischen Ereignisse und nächtlicher Überstunden in gewissem Maße sicher entschuldbaren vielen kleinen und größeren Pannen der ORF-Wahlberichterstattung auf ORF 2 - gibt es von ORF online noch viel größere Pannen zu berichten.

Die ambitionierte Grafik (java-pop-up), die die aktuellen Auszählungsergebnisse in den USA mit rot (Farbe der Republikaner) und blau (Farbe der Demokraten) eingefärbten US-Bundesstaaten darstellen soll, ist über den US-Wahlartikel von der Hauptseite des ORF (www.orf.at) prominent verlinkt und macht auf den ersten Blick auch einen spektakulären, ansprechenden Eindruck. Die interaktive Gestaltung erlaubt es, mit dem Mauszeiger über die - rot, blau oder nicht eingefärbten - Bundesstaaten zu navigieren um die jeweils vergeben Anzahl der Wahlmänner dargestellt zu bekommen. Auf der rechten Seite finden sich Bilder der beiden Kandidaten Mc Cain und Obama mit der aktuell zuordenbaren Zahl der Wahlmänner. So weit so gut.

Auf den zweiten Blick bemerkt man, dass die Ergebnisse lediglich eine Darstellung der CNN und FOX-Zwischenergebnisse sind - oder was auch immer diese Einfärbung der Staaten bedeuten soll. Denn Endergebnisse gibt es für viele Staaten zum Zeitpunkt der Einfärbung noch nicht. Und Zwischenergebnisse sind relativ unseriös, wenn sie nach 10 % Auszählung veröffentlicht veröffentlicht werden. Was nun die Quelle für die Zuordnung der Staaten als "Wahlergebnis" zu einem der Kandidaten ist, bleibt fraglich. Dass jede Verantwortung für die "Ergebnisse" auf FOX oder CNN abgewälzt werden könnten, ist aber ebenfalls ein Trugschluss, da sich die Grafiken angeblich zwar auf FOX und CNN-Angaben beziehen, aber die Einfärbung der Staaten und "Auszählung" der Wahlmänner samt Darstellung offenbar in den Aufgabenbereich der ORF-Online-Redaktion fällt.

Anders kann folgendes spektakuläres "Auszählungsergebnis", dass die ORF-Grafik für die FOX-Auszählung darstellt, nicht erklärt werden.



Bereits um 2.40 Uhr, also etwa 20 Minuten, bevor ORF 2 die Endergebnisse bekannt gegeben hat, war auf der FOX-Grafik Texas als ausgezählt dargestellt. Texas, der traditionell republikanische Staat, wurde hierbei allerdings Obama zugerechnet - welch Überraschung! Ausgerechnet FOX, die ja nie müde waren, republikanische Wahlkampagnen mit ihren Moderatoren und Kommentatoren zu unterstützen, rechnet also Texas den Demokraten zu? Nein. Nur der ORF stellt dies so dar. Ein Blick auf die FOX-Seite belehrt einem rasch eines Besseren.



Auf der FOX-Webseite werden die Staaten nicht eingefärbt. Aktuelle Zwischenstände oder Ergebnisse erfährt man, wenn man mit der Maus auf den Staat navigiert. Wie in diesem Screenshot zu erkennen ist, kommt die "FOX-Auszählung" keineswegs zu dem Ergebnis, Obama hätte in Texas gewonnen. Der Screenshot stammt von 3 Uhr 15 - der ORF hat Texas immer noch in blau. Die Zahlen und die Einfärbung der Staaten stimmen immer weniger mit der fortschreitenden Verkündung von Ergebnissen auf ORF 2, geschweige denn CNN oder FOX überein. Und obwohl beide Karten seit 2.40 - der Zeitpunkt, als Texas zum ersten mal blau aufschie - mehrmals aktualisiert wurden, ist Texas nach wie vor blau.

Ich betrachte es als politisches Statement, in einer Karte, die sich angeblich auf FOX beruft, ausgerechnet Texas den Demokraten zuzuschreiben. Man kann es natürlich auch als zynischen Witz verstehen. In beiden Fällen leidet allerdings die Glaubwürdigkeit von ORF online - eine Redaktion, die immer wieder mit unglaublich tiefem Schreibniveau, inklusive Sinn- und Rechtschreibfehler auffällt - darunter. Der interessierte Leser wird sich wohl gleich auf www.fox.com oder www.cnn.com begeben, will er sich seriös(er) informiert fühlen.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Wie blöd ist "ÖSTERREICH"?

(zum Lesen des Artikels bitte auf den Artikel/Grafik klicken (Vergrößerung))

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Expedition Institutslokalisierung - FTM, Universität Wien

Die Institutslokalisierung erweist sich als äußerst schwierig, wenn man nicht vorher die Pläne im Internet studiert. Blöderweise dachte ich, ich könnte am Heimweg mal schnell in die FTM-Bibliothek schauen um mich in der Referatsliste einzutragen. Blöd nur, dass es auf der (Haupt-)Uni kein FTM-Institut gibt. Also nachfragen: "In der Hofburg" - "Am Michaelerplatz" lautete die Antwort.

Also ging ich zum Michaelerplatz. Die einzige "Türe" die die Hofburg dort hat, ist dieses große Tor, wos links zur spanischen Hofreitschule (Touristenshop, Ticketschalter usw.) und rechts zum Sissi-Museum geht. Andere Türen? Naja, zuerst hab ich keine wahrgenommen. Auf den Plänen die überall auf Metallständern rumhängen sind nur Touristenattraktionen eingezeichnet, von "Uni" keine Spur. Ich begann das Hofburg-Areal zu durchkämmen - auf der sinnlosen Suche nach einem Hinweis auf das Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaften. Überall nur Reitschule, Sissi, Bundesdenkmalamt und Nationalbibliothek.

In der Nationalbibliothek - meiner Ansicht nach unter den eben erwähnten Einrichtungen am ehesten ein Ort um sich nach einer Bildungseinrichtung auf dem Areal zu erkundigen wurde mir nach längerem Überlegen beschieden ... "hmm..." , "ja ich glaub am Michaelerplatz is was" ... - wo?? - "da gibts irgenda stiege"... - aha...

Also zurück zum Michaelerplatz in die finsteren Durchgänge der Hofburg und jede Türe, sei sie noch so finster und verschlossen, daraufhin prüfen, ob man sie nicht öffnen kann oder ob nicht doch irgendwo ein versteckter Hinweis zu finden ist. Gesagt getan, und mit dem neuen Selbstbewusstsein, es gebe ganz sicher so ein Institut zwischen Sissi-Museum, Hofreitschulde und Denkmalamt, wurde ich dann tatsächlich fündig - nach etwa 30 Minuten Suche.

Auf einer Türe in einem der Durchgänge - ich weiß echt nicht mehr welcher - stand irgendwas von diversen Trakten der Hofburg, darunter Nummerncodes und Wörter, die auf die Nutzung der Büros hinter den Klingelnummern verweisen. Auf einer dieser Klingeltasten steht es nun also "100# Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaften" (wahrscheinlich irgendwie abgekürzt, weiß aber nicht mehr wie). Ich klingle also - keine Reaktion. Ich klingle nochmals - wieder kein Erfolg. Ich sehe auf die Uhr - tja, es ist ja schon 16.30! Kein normaler Mensch kann erwarten, dass in Wien um diese Zeit noch jemand arbeitet! Nicht in der Hofburg! (Schließlich kam ich um 15.30 Uhr auch schon zu spät, um mich am Meldeamt als neuer Einwohner Wiens registrieren zu lassen)

Aber siehe da - die Türe geht auch so auf. Drinnen: Stockfinster. Auf den Schildern wird einem der Weg zum Bundesdenkmalamt und irgendwelchen Firmen gewiesen. Immer wieder groß auf einer eigenen Tafel "Dr. Lopatka - Staatssekretär für Sport". Dessen Büro hab ich dann zwar gefunden, und auch das Bundesdenkmalamt (alles stockfinster, keine Menschenseele weit und breit) - aber wo ist dieses verfluchte Institut? Auf der Eingangstafel stand zwar was von bestimmten Trakten, wo alles mögliche untergebracht ist - das Institut befand sich jedoch außerhalb dieser Kategorisierung - eine nähere Lokalisierung war daher nach betreten des Gebäudes nicht möglich.

Nachdem ich also weitere 15 Minuten durch die verschiedenen, stockfinsteren, menschenverlassenen Stockwerke, Trakte und Gänge gewandelt bin und nirgends fündig wurde, gab ich das Unternehmen "Trag dich mal schnell in die Referatsliste der Institutsbibliothek ein" auf.

Nun zu Hause, vor dem PC, sehe ich erneut, wie Gerüchte über eine angebliche Existenz eines Instituts für Theater- und Filmwissenschaft gestreut werden - und das ausgerechnet auf der Webseite des Instituts! Dort wird behauptet, im 1. Stock der Batthyanyanyany-Stiege sei nicht nur die Bibliothek und diverse Büros, nein - sogar der Schreyvogelsaal soll sich hinter einer der dunklen, als "Bundesdenkmalamt" getarnten Türen, verborgen haben.

Ich packe nun meinen Rucksack und morgen werde ich mich erneut in die Hofburg wagen: Expedition Referatsliste wird fortgesetzt.

PS: Wehe es sagt mir jetzt jemand, dass es "ur-einfach" ist das Institut zu finden, oder das die Bibliothek eigentlich eh auf der Haupt-Uni ist (wie ich zuerst dachte, aber von freundlichen Informationsmitarbeitern am Eingang der Uni berichtigt wurde, dass dies ein Irrtum sei, da das Institut sich in Wahrheit "in der Hofburg" befinde)

Montag, 20. Oktober 2008

Die Stadt ohne Juden (verschoben)

verschoben auf: filmgesoes.blogspot.com
 
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